
Luna Jordan war eine der mutigsten und ausdrucksstärksten Schauspielerinnen ihrer Generation. Sie wurde im November 2000 in Berlin geboren und starb am 13. Mai 2026 plötzlich und unerwartet im Alter von 25 Jahren. Über eine Partnerin oder Lebensgefährtin hat sie zu keinem Zeitpunkt öffentlich gesprochen. Ihr Privatleben hielt sie vollständig aus der Öffentlichkeit heraus.
Luna Jordan hat in keinem Interview, keinem Social-Media-Post und keiner offiziellen Aussage eine Partnerin oder Lebensgefährtin bestätigt. Die Suchanfragen nach ihrer Partnerin entstehen vermutlich aus ihrer Bekanntheit für queere Rollen auf der Leinwand. In Filmen wie „Dead Girls Dancing” und der ARD-Produktion „Am Abgrund” spielte sie Figuren, die lesbische Beziehungen leben. Ihre eigene sexuelle Identität hat sie öffentlich nie thematisiert.
Luna Jordan war die Tochter der österreichischen Schauspielerin Bettina Ratschew und des deutschen Musicaldarstellers Frank Jordan. In einem Interview mit dem Magazin „Faces” beschrieb sie ihre Herkunft so: „Mein Papa ist ein Ur-Berliner, und die Stadt hat mich durch ihre Vielschichtigkeit stark geprägt.” Schöneberg bezeichnete sie als ihren Kiez. Als Kind war sie fast jedes Wochenende im Olympiastadion, um Hertha BSC zuzuschauen.
Luna Jordan stand erstmals mit sechs Jahren vor einer Kamera. Mit 17 Jahren begann sie regelmäßig in Fernseh- und Kinoproduktionen mitzuwirken. Ihre erste Hauptrolle hatte sie 2018 als militante Umweltschützerin im ZDF-Krimi „Kommissarin Lucas — Tote Erde”. Es folgten Rollen in „Wild Republic”, „Jenseits der Spree”, „Euphorie”, „Dead Girls Dancing” und zuletzt im „Polizeiruf 110: Your Body, My Choice”, der am 2. März 2026 im Ersten ausgestrahlt wurde.
Für ihre Rolle in „Fuchs im Bau” gewann sie 2022 den Österreichischen Filmpreis als beste weibliche Nebenrolle. Die Auszeichnung nutzte sie für einen öffentlichen Weckruf gegen sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in der Film- und Theaterbranche. Sie berichtete damals, dass sie bereits mit zwanzig Jahren mehrfach Opfer sexueller Übergriffe an Filmsets und in Theaterhäusern geworden sei. Es war einer der mutigsten Momente in der deutschen Filmgeschichte der vergangenen Jahre.
In der NDR-Dokumentation „Kinderschauspieler — Der Preis des Erfolgs”, ausgestrahlt im Februar 2026, sprach Jordan über die psychischen Kosten ihrer Arbeit. Sie beschrieb, wie sie sich früh in Rollen verloren hatte: „Diese Figuren waren mein neues Ich und ich habe mein Leben um mich herum komplett vernachlässigt.” Sie sei der Überzeugung gewesen, ihre Leistung nur erbringen zu können, wenn sie sich mental vollständig aufgibt. Während sie davon berichtete, kämpfte sie mit den Tränen. Sie habe daraus gelernt: „Man darf sich nicht aus den Augen verlieren während so einer Produktion.”
Am 13. Mai 2026 starb Luna Jordan plötzlich und unerwartet. Ihre Agentur teilte dies unter Berufung auf ihre Familie mit. Hintergründe zu den Umständen ihres Todes nannte die Familie nicht. Für die Beatles-Serie „Hamburg Days” war sie als Astrid Kirchherr vorgesehen, die Produktion läuft noch. Unter ihrem letzten Instagram-Post sammelten sich bewegende Abschiedsworte ihrer Fans, die sie als einzigartig ausdrucksstark und unvergesslich beschrieben.
