
Annett Kaufmann ist das größte deutsche Tischtennis-Talent seit einer Generation. Ihr Freund ist Fabian Anton, Volleyballspieler der Barock Volleys MTV Ludwigsburg in der Volleyball-Bundesliga. Die 19-Jährige bestätigte die Beziehung im Mai 2026 in einem Interview, das gleichzeitig ihren Freimut und ihre Bodenhaftung zeigt.
Fabian Anton wurde am 2. Dezember 2006 in Ludwigsburg geboren und ist deutscher Volleyballspieler. Er begann seine Karriere in der Jugend der Barock Volleys MTV Ludwigsburg und stand in der Saison 2025/26 im Kader der Erstliga-Mannschaft. Er spielt auf der Position des Diagonalspielers und ist mit 190 cm einer der jüngsten Akteure im deutschen Bundesliga-Kader. Anton ist mit der Tischtennisspielerin Annett Kaufmann liiert.
Beide sind im Sport aufgewachsen, beide verfolgen intensive Karrieren. Annett Kaufmann beschrieb ihre Beziehung in einem Interview offen: „Wir leben nur eine halbe Stunde voneinander entfernt, sehen uns meist aber nur an Wochenenden. Fabian kommt regelmäßig zu meinen Spielen und unterstützt mich sehr. Wir helfen uns gegenseitig so gut wir können, aber jeder geht auch seinen Karriereweg und das ist uns auch wichtig.”
Annett Kaufmann ist nicht nur durch sportliche Leistungen aufgefallen, sondern auch durch ihren offenen Umgang mit den Schattenseiten des öffentlichen Lebens. In einem Interview im Mai 2026 sprach sie über Morddrohungen und sexistische Kommentare, die sie seit ihrem Olympia-Auftritt erhalten hat. „Es gibt viele sexistische Kommentare. Aber warum sollte ich für solche Menschen meine Energie verschwenden?”, sagte sie klar. Die Drohungen habe sie ernst genommen und den Nutzer gemeldet und geblockt.
Ihren Instagram-Account, auf dem sie inzwischen rund 60.000 Follower hat, verwaltet sie bewusst selbst, weil nur sie wisse, wie sie ticke und wo ihre Grenzen lägen. Ihre Mutter fungiert dabei gleichzeitig als Managerin, weil sie nach Kaufmanns eigenen Worten einfach am besten wisse, was das Beste für sie sei.
Annett Kaufmann wurde am 23. Juni 2006 in Wolfsburg geboren und wuchs in Bietigheim auf. Ihr Vater ist der frühere Eishockey-Profi Andrej Kaufmann, der unter anderem für die Grizzlys Wolfsburg und die Schwenninger Wild Wings spielte. Ihre Mutter Anna Kaufmann war als alpine Skifahrerin aktiv und startete im Weltcup für Kasachstan. Ihre ältere Schwester Alexandra hält die Trainerlizenz des Deutschen Tischtennis-Bundes.
Über ihre Eltern sagt Kaufmann: „Sie sind der größte Glücksfall, den ich habe. Sie haben immer Verständnis für mich und sagen, dass es mein Leben ist. Was sie sich wünschen, ist, dass es mir mental und physisch gut geht.”
Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris führte Kaufmann ein durch Ausfälle geschwächtes deutsches Team sensationell bis ins Halbfinale. Seitdem ist ihr Name einem Millionenpublikum bekannt. Im Oktober 2025 krönte sie diese Entwicklung mit dem Gewinn des Europameistertitels im Team.
Beim Auftakt der Team-Weltmeisterschaft 2026 in London besiegten die deutschen Frauen Frankreich mit 3:1 und England mit 3:0. Kaufmann kommentierte danach: „Bei der EM habe ich das erste Spiel auch mit 3:2 gewonnen und danach war es eine sensationelle EM. Hoffen wir, dass es sich hier auch so entwickelt.” Im Einzel traf sie in der zweiten Runde auf die Weltranglistendritte Chen Xingtong aus China und unterlag knapp mit 2:4, nachdem sie die Weltnummer drei zeitweise in ernste Schwierigkeiten gebracht hatte.
